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QUESTION

Ich muss gleich vorweg sagen, dass ich selber kein Muttersprachler bin. Jedoch finde ich die Konstrukte wie ich bin ein (|Beruf- bzw. Statusbezeichnung|) etwas unnatürlich und empfinde sie als Anglizismen, etwa wie der bekannte Satz vom Kennedy Ich bin ein Berliner.

Jedoch wird mir immer wieder von meinen deutschen Kollegen, die allerdings keine Linguisten sind, geschweige denn Germanisten, gesagt, dass ich bin ein Biologe angeblich "besser" klingt, als Ich bin Biologe (vom Beruf). Mir kommt das aber nicht so vor und ich habe die Vermutung, dass es vielleicht für die Kollegen etwas anständiger klingt, weil es dem englischen Satzmuster näher kommt.

Welche Form ist also jetzt zu bevorzugen, wenn man gutes und richtiges Deutsch sprechen möchte?

{ asked by Alexander Galkin }

ANSWER

Canoo.net stellt klar:

Bei Bezeichnungen des Berufs, der Funktion, [...] einer Person steht kein Artikel, wenn die Zugehörigkeit zu einer Gruppe ausgedrückt wird.

Ebenfalls häufig ohne Artikel stehen diese Bezeichnungen, wenn sie mit einem Verb und als verwendet werden.

Man beachte aber den Nebensatz im ersten Abschnitt und das Wort häufig im zweiten Absatz. Es wird schon angedeutet, dass es hier wohl Ausnahmen gibt. Dazu habe ich leider keine Quellen gefunden. Möglicherweise bezieht sich dies auch nur auf die "falsche" Verwendung in der Umgangssprache.

Man setzt aber definitiv den unbestimmten Artikel, wenn man die Berufsbezeichung mit einem Attribut versieht, z. B.:

Er ist ein hervorragender Pilot.

{ answered by Em1 }
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